
Manche sind jedoch so viel unterwegs, dass sie leider auf einen vierbeinigen Begleiter am Berg verzichten müssen. Denn nicht alle Touren lassen sich ohne Weiteres mit Hund bewältigen. Ebenso finden sich leider nicht überall hundefreundliche Unterkünfte oder Mitwanderer. Bei uns kann jeder unserer geprüften Bergwanderführer seinen Hund mit auf Tour nehmen. Das ist einfach selbstverständlich für uns und unsere Teilnehmer.
Wir sind nur ein kleiner Veranstalter und legen darum in unserem Team auch viel Wert auf regelmäßigen Austausch. In Gesprächen stellt sich dann oft heraus, dass jede/r eine Lieblingstour hat. Regionen in denen sie/er sich besonders gut auskennt, oder die Landschaft besonders schön ist. Die Geschmäcker sind wie so oft natürlich verschieden! Dennoch möchten wir euch die Tourentipps beziehungsweise die Tourenfavoriten unserer Guides nicht vorenthalten und stellen euch immer wieder ein paar Empfehlungen auf dieser Seite ein. Im Prinzip gibt es für jede Jahreszeit passende Touren. Das kommt darauf an, wie man seine Prioritäten setzt. Manche mögen besonders gern das Frühlingserwachen oder lieben die kräftigen Farben des Sommers. Andere widerum freuen sich auf das klare Licht im Herbst. Selbst der Winter ist eine beliebte Jahreszeit zum Wandern. Vielleicht können euch unsere Guidetipps ja helfen, eure persönliche Traumtour mit Hund zu finden.
Empfehlung von Guide Max
Wenn ich eine Region nennen müsste, die mich jedes Mal aufs Neue staunen lässt, dann ist es das Soča-Tal in Slowenien. Die Kombination aus wilder Natur, glasklaren Flüssen und der herzlichen Gastfreundschaft macht diese Tour für mich zu etwas ganz Besonderem. Und ich bin sicher: Auch die Hunde spüren, dass hier alles etwas ursprünglicher, etwas “echter” ist.
Unsere Wanderwoche führt durch den Triglav-Nationalpark – und folgt dabei historischen Relikten des ersten Weltkriegs, wo sich die Österreicher und Italiener einst am Isonzo (italienischer Name der Soca) gegenüberstanden. Die Idylle der Soča lässt einen kaum vermuten, dass hier mal bitter gekämpft wurde. Der Fluss ist ein Erlebnis für sich: mal schimmert er smaraggrün, mal in einem unverschämt satten türkis. Eiskalt ist die Soča jedenfalls immer - und bietet somit eine willkommene Abkühlung für die Zwei- und Vierbeiner an warmen Tagen.
Was mich besonders begeistert: Diese Tour hat eine ideale Mischung aus beeindruckenden Landschaften und entspannten Etappen. Es gibt Tage, an denen wir in aller Ruhe entlang des Flusses wandern, durch lichte Wälder und Wiesen streifen. Und dann wieder steigen wir ein Stück höher hinauf, über der Baumgrenze, wo die Blicke weit ins Land reichen – bis zu den Gipfeln des Triglav-Massivs und den Julischen Alpen.
Meistens begegnet man kaum einer Menschenseele, nur Kuhglocken und das Knirschen unter den Wanderschuhen begleiten uns. Und am Abend erwartet uns meist ein familiäres Gasthaus mit regionaler Küche – deftig, ehrlich, hausgemacht. Wir schlemmen in Gasthöfen, wo man das Gefühl hat, die Oma steht noch selbst in der Küche. Es gibt Jota (eine Art slowenischer Sauerkrauteintopf), Polenta, Forellen und Wildgerichte – nichts für Diätbewusste, aber alles für Genießer.
Slowenien ist für mich ein Land, das mit stiller Schönheit überzeugt. Diese Tour ist keine Touristenfalle, sondern eine echte Begegnung mit Landschaft, Kultur und Menschen. Die Berge? Majestätisch. Die Wege? Abwechslungsreich, aber nie zu anstrengend. Wer also Lust hat auf eine Wanderwoche mit Hund, die gleichzeitig entschleunigt und inspiriert, dem lege ich unsere Soča-Tour wärmstens ans Herz.
Favoriten von Christine aus dem Allgäu
Unsere Südroute ist immer eines meiner Saisonhighlights. Denn hier treffen zwei Welten aufeinander: die klare, kühle Alpenluft und das milde, duftende Klima Italiens. Los geht’s im Vinschgau – also dort, wo unsere Nordroute endet. Und gleich zu Beginn macht das Tarscherjoch klar, was uns erwartet: Panoramen zum Innehalten. Immer wieder bleibe ich stehen - nicht etwa weil ich aus der Puste bin, sondern weil man einfach schauen muss.
Oben auf knapp 2.500 Metern fühlt sich die Welt weit und ruhig an. Und auch die Hunde spüren das: Die einen schnüffeln neugierig im Gras, die anderen machen es wie wir – sie setzen sich einfach hin und genießen. Der Abstieg ins Ultental ist wie ein Szenenwechsel. Plötzlich wird’s lieblicher, grüner, saftiger. Die Jause auf der Alm? Ich sage nur: Schlutzkrapfen und Kaiserschmarrn. Und nein, das ist keine Kalorienzähl-Wanderung. Das ist eine „Ich-hab’s-mir-verdient“-Woche.
Tag für Tag verändert sich die Landschaft – und auch das Lebensgefühl. Aus Südtirol wird langsam Trentino , aus Almhütten werden Alberghi, und irgendwo zwischen Madonna di Campiglio und Val d’Algone denkt man sich: Benvenuti al’ Italia!
In unserem kleinen Albergo im Val d’Algone – geführt von einer italienischen Familie mit Herz – werden die Hunde nicht nur geduldet, sondern geliebt. Die Kinder sind jedes Mal ganz aus dem Häuschen, wenn wir mit unserer Truppe einmarschieren. Und wenn die Hunde am Abend zufrieden schlafen und wir unsere zweite (oder dritte) Portion Bolognese essen, weiß man: Genau so soll Urlaub sein.
Der letzte Abschnitt beginnt mit einem Badesee, wie aus dem Bilderbuch: Lago di Tenno. Türkis, ruhig, umgeben von Bergen. Da ist der Gardasee schon ganz nah. Am letzten Tag wandern wir hinunter nach Riva del Garda – mit Blick auf Palmen, Segelboote und Eisdielen. Ja, richtig gelesen: Palmen. Nach Tagen im Hochgebirge plötzlich am Mittelmeerfeeling zu schnuppern, das ist ein echtes Wow-Erlebnis.
Diese Tour ist für alle, die gern unterwegs sind, aber auch gern genießen. Für alle, die nicht nur Hunde, sondern auch mediterranes Lebensgefühl lieben. Und für alle, die wissen wollen, wie es sich anfühlt, wenn man am Gardasee ankommt und denkt: Ich bin nicht nur angekommen, ich bin aufgetankt.
Eure
Christine
Christine führt mit Vierbeiner Duke die Alpenüberquerung Südroute.